Montag, 26. Mai 2008

28.04.-26.05.2008

raus aus der Capital


zu Besuch bei unseren neuen argentinischen Freunden





Sonnenuntergang an unserem ersten Stellplatz in Carmen de Areco



Endlich, nach vier Tagen aus dem argentinischen Behördendschungel befreit. Eine Befreiungsaktion wie bei John Rambo, nur ohne „Ölvergiessen“. Mal ehrlich gesagt, um ein Fahrzeug oder was auch sonst immer aus dem Zoll in Buenos Aires zu holen, kostet sehr viel Nerven und Zeit. Doch beim Anblick unseres unversehrten Campers auf dem Hafengelände, war der Ärger schnell vergessen.
Danach ging es raus aus der Capital nach Carmen de Areco. Eigentlich wollten wir uns hier nur ein wenig von unseren „Grossstadtstrapazen“ erholen, aber es kam alles anders. Auf unserem Campingplatz fragt René einen Mann nach einer guten Pizzeria. Dies ist der Anfang einer wirklich tollen Begegnung mit einer unglaublich netten Familie. Christian, Carina und Joaquin nehmen sich in den folgenden 14 Tagen richtig viel Zeit für uns. Sie gehen mit uns zu unserem ersten „ausgewachsenen“ Assado (typisch argentinisch, mit alle Fleischsorten, die einem so einfallen). Christian übt unermüdlich mit uns Spanisch und erklärt uns wie man Matetee, das argentinische Nationalgetränk, zubereitet. Carina und Sonja versuchen sich mit Händen und Füssen zu unterhalten und Joaquin versteht sich auch ohne Hände und Füsse gut mit unseren Kleinen. Es war eine wundervolle Zeit mit euch – Lieben Dank an euch drei.
Weiter ging es zum Nationalpark „El Palmar“. Hier war es zwar warm, was wir auch eigentlich wollten, doch durch das tropische Klima kam nicht wirklich eine entspannte Atmosphäre für uns auf. Toll waren aber die Vizcachas, übergrosse Meerschweinchen, die nachts bis vor unseren Camper kamen und sich die neuen Gäste näher betrachteten. Vögel gab es auch viele zu sehen. Zum Beispiel frei lebende kleine Papageien. Und dann noch Santiago. Der ist schon seit sieben Jahren unterwegs, zurzeit mit dem Fahrrad. Ein gutes Gespräch bei einem gepflegten Matetee folgte.
Nur einige Kilometer entfernt von El Palmar liegt die Kleinstadt San José, gegründet von schweizerischen Emigranten. Für uns eine gute Gelegenheit uns von unserem ersten Urlaubsstress zu erholen und ganz entspannt am Rio Uruguay abzuhängen.

Samstag, 3. Mai 2008

Buenos Aires

Neuwagen in Buenos Aires

"Ramadas" - Argentinischer Tango live auf dem Plaza Dorrego






Buenos dias Buenos Aires


Uns geht es hier in Buenos Aires nach wie vor sehr gut. Wir haben viel Tango erlebt und mit gelebt. Die Leute hier gehen um drei Uhr nachmittags das erste Mal los zu einer Art Tanztee, bei dem dann bis ca. 19.00 Uhr getanzt wird. Danach heisst es schnell nach Hause, was essen, frisch machen und auf zur nächsten Tangobar. Dort wird dann getanzt bis vier oder sechs Uhr morgens. Morgens gegen elf dann wieder aufstehen und das ganze geht dann wieder von vorne los. Das alles haben wir zwar nicht mitgemacht, aber dafür haben wir diverse Gratis- Tangoshows gesehen und viele begeisterte Tangotänzer kennengelernt.
Gestern hat René es nach einigen Anläufen geschafft unseren Camper vom Hafen zu abzuholen. Er ist noch genauso, wie wir ihn in Hamburg aufgegeben haben. Für zwei Nächte steht er nun noch hier in Buenos Aires in einer bewachten Garage und morgen geht es dann raus aus der Stadt. Als nächstes werden wir uns erst einmal ein ruhiges Plätzchen suchen, um uns in unserem Camper richtig einzurichten. Wir haben uns entschieden uns danach Richtung Mendoza aufmachen, um dort einen Sprachkurs zu besuchen. Die Sprache fehlt uns wirklich, auch wenn die Leute sehr hilfsbereit sind und man sich mit „Händen und Füssen“ einigermassen verständigen kann. Zoe kann übrigens schon bis zehn zählen auf Spanisch und ist sehr sauer darüber, dass sich Papa und Mama auf einmal nur noch auf Englisch mit allen Leuten unterhalten. Ansonsten finden die beiden Mädchen es toll, dass sie hier so lieb von den Leuten angelächelt werden und es in den Geschäften auch fast immer ein kleines „Leckerli“ für sie gibt.